Hallo, wir sind die Neue!

Hallo, wir sind die Neue!

Es gibt eine neue Wochenzeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet! Sie wird vom AStA der Uni Duisburg-Essen (UDE) herausgegeben und von einer unabhängigen Redaktion produziert. Ab sofort berichtet akduell kritisch und engagiert von der Universität, aus den Städten und über die Region. Wir laden euch ein: Seid dabei!

Warum wir eine neue Zeitung gründen? Die Medienlandschaft an der Ruhr hat einen weiteren Farbtupfer verdient – und wir meinen: auch nötig. Berichterstattung über die Uni Duisburg-Essen findet bisher vor allem in den Lokalteilen der Tageszeitungen statt, deren Redaktionen immer weiter zusammengekürzt werden. Dominiert wird der Blick auf die Uni durch die professionell ausfinanzierte Pressestelle der UDE. Die Pressestelle vertritt allerdings häufig genug weniger die Interessen der Mehrheit der Uni-Angehörigen, also der Studierenden, sondern vielmehr die Positionen der Unileitung. Höchste Zeit also, diese einseitige Kommunikationssituation zu ändern. In der akduell-Redaktion schreiben Studierende für Studierende – und für alle, die sich für eine studentische Perspektive interessieren. Die Zeitung wird an der Universität Duisburg-Essen kostenlos verteilt, abseits der Uni liegt sie in Kneipen und Kultureinrichtungen aus. Als studentisch geprägte Redaktion schreiben wir über Themen, die uns wichtig sind, und von denen wir meinen, dass sie mehr Öffentlichkeit verdient haben.

Und so läuft in der akduell-Redaktion auch Einiges anders als bei WAZ, WDR und Co: Es gibt keine Chefredaktion, sondern alle Redakteur*innen treffen Entscheidungen gemeinsam und nach dem Konsensprinzip. Eine Zeitungsredaktion mit möglichst wenig Hierarchien, das bedeutet viele anstrengende Diskussionen – aber wir sind uns sicher, dass sich diese andere Art, Medien zu machen, auch im Ergebnis niederschlagen wird. Inhaltlich fühlen wir uns den sozialen, kulturellen und politischen Belangen der Studierendenschaft verpflichtet, wissen aber auch: Studentisches Leben hört nicht an den Grenzen des Campus auf. Studierende leben und arbeiten im Ruhrgebiet, und sind von den sozialen und politischen Verhältnissen hier in sehr großem Maße betroffen. Deswegen berichten wir auch über Missstände in diesem Lebensumfeld. Und wir begleiten Gruppen und Initiativen, welche die gleichen Ziele verfolgen, denen wir durch die Satzung der Studierendenschaft verpflichtet sind. Damit schaffen wir auch ein Forum für emanzipatorische Politik und Kultur, also für Vorhaben und Projekte, die den Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung anstreben. Wir wollen einen Beitrag zur Demokratisierung der Gesellschaft leisten – oder, wie es die Satzung der Studierendenschaft ausdrückt, zur Humanisierung aller Lebensbereiche. Deshalb sollen bei uns auch die zu Wort kommen, deren Stimme in den großen und kommerziellen Medien allzu oft nicht gehört wird. So gesehen verstehen wir uns als ein Stück studentische Gegenöffentlichkeit.

Und, wo wir schon bei Minderheiten sind: Damit uns niemand politische Einseitigkeit (oder mangelnden Humor) vorwerfen kann, haben wir einen ganz besonderen Autoren für die Mitarbeit gewonnen: Als Stimme des Adels meldet sich wöchentlich Baron Friedrich von Einhalt zu Wort. Wir freuen uns auf die luziden Einsichten des sonst eher zurückgezogen lebenden deutschen Aristokraten, den Kenner*innen der High Society liebevoll den „Ekelbaron“ nennen. Wir sind uns sicher, dass die Studierendenschaft von seinen messerscharfen politischen Analysen profitieren wird. Den Schlusspunkt zu jeder Ausgabe setzt die neue Comicreihe „HLP!“, die Cartoonist Sebastian Happ exklusiv für akduell entworfen hat.

Für uns wird es jetzt ernst. Eine Phase von monatelangen Vorbereitungen geht zu Ende.Ihr habt unsere „Nullnummer“ in der Hand. Mit dieser Ausgabe überprüfen wir, ob all das funktioniert, was wir uns in stundenlangen Redaktionssitzungen, in den Tagen und Nächten unserer Klausurtagung und bei vielen weiteren Gesprächen ausgedacht haben. Bereits diese Nummer ist voll mit interessanten Artikeln und kontroversen Themen. Die erste reguläre akduell-Ausgabe erscheint dann in 14 Tagen, also am Mittwoch, den 7. November. Bis dahin – und natürlich auch danach – freuen wir uns über eure Rückmeldungen. Homepage, Twitter, Facebook, E-Mail: So Manches ist bei uns noch Baustelle, aber über diese Wege erreicht ihr uns. Es geht los – wir sind gespannt!

Herzliche Grüße
eure akduell-Redaktion