Monarchie und Extremismus

Der Ekelbaron meldet sich zu Wort

Die bürgerlichen Revolutionen nahmen dem Adel einst seine Privilegien. Das heutige Bürgertum nimmt ihm seine Würde und lässt unseren erhabenen Stand nur noch als kitschtriefende Touristenattraktion erscheinen.

Wem darüber hinaus die bürgerliche Demokratie nicht als Beste aller möglichen Welten gilt, wird von den Behörden als gefährlicher Extremist eingestuft. Wo zudem eine Verwechselung mit linken Revolutionsromantikern und bärtigen Muslimen ausgeschlossen ist, wird die Diagnose besonders unverschämt: Rechtsextrem heißt man uns Kaisertreue. Wie Hitler!

Ganz abgesehen davon, dass der Faschismus eine zutiefst bürgerliche Ideologie darstellt, ist zu fragen, was aus dieser Gleichsetzung denn für eine praktische Konsequenz erwachsen soll. Will der Bürger etwa, dass der Verfassungsschutz eines Tages sein altes Tantchen aus ihrem Kaffeeklatsch zum Verhör schleppt, weil diese meint, ein Königshaus stünde auch Deutschland gut zu Gesichte? Soll sie dies nicht sagen dürfen, während Killernazis und der Ku-Klux-Clan unbehelligt bleiben? Bevorzugen wir am Ende nicht alle den guten Kaiser gegenüber dem schlechten Kanzler? In einer Zeit, die nicht mehr unterscheiden kann zwischen naturwüchsiger, gottgewollter Herrschaft und plumper Kraftmeierei, gilt es, den monarchistischen Standpunkt wieder in aller Deutlichkeit zu vertreten. Wir stehen zur Monarchie, wie wir zu zu Guttenberg stehen und wir wollen dem pfefferminzpastillenlutschenden Studentenvolk nicht länger verschweigen, dass seine einzige Freiheit in der Freiheit besteht, ein Bürger zu sein.

Hochachtungsvoll,
Friedrich von Einhalt

 

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