Aufgelesen am 16.11.

Kool Savas im Jahr 2010. / Foto: Katja Kuhl (Wikimedia Commons)

Für die Rubrik Aufgelesen verirrt sich unsere Redaktion regelmäßig hauptberuflich in den Tiefen des World Wide Web, meidet dabei aber konsequent die Trashabteilung. Vielleicht, weil wir von den wirklich wichtigen Dingen im Leben eigentlich keine Ahnung haben. Zum Trost sind wir gewillt, unsere Gossip-freie Beute mit euch zu teilen. Zeit zu sichten, was wir bei unserer jüngsten Netzodyssee vom Grabbeltisch der Eitelkeiten aufgelesen haben:

Stress um Texte: Die Bloggerinnen von der Mädchenmannschaft hatten es schon geahnt: Die Staatsanwaltschaft wird nicht gegen Xavier Naidoo und Kool Savas ermitteln. Die Linksjugend Solid hatte die beiden zuvor wegen Volksverhetzung, Homophobie und dem Aufruf zu Gewalt angezeigt.

Fußballfans und Polizei: Thomas Feltes ist Professor am Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Er kritisiert die derzeitige Praxis bei der Vergabe von Stadionverboten und wirft dem Deutschen Fußballbund unprofessionelles Arbeiten vor.

Absolventenfeier an der FU Berlin: Dekan verweist Burschenkritiker des Saales

Strategien von Rechts: Wer sich von Rassismus und Extremismus distanziert, kann nicht rechts sein? Wie die „Neue Rechte“ mit Hilfe des Ethnopluralismus-Konzepts eine Massenbewegung werden will, lässt sich auf Publikative.org nachlesen.

Jordanien: Mit einem Video versuchten Studentinnen eines Feminismusseminars an einer Universität in Jordanien auf das enorme Maß an sexuellen Belästigungen in ihrem Alltag aufmerksam zu machen. Die Unileitung fürchtete um den Ruf der Hochschule und entließ die betreuende Professorin Rula Quawas. Weil die Unileitung nicht die Täter, sondern die Opfer verantwortlich macht, hagelt es Kritik.

Debatte um Hochschulen und Rüstungsforschung: Stell dir vor, es ist Krieg und die Uni macht macht.

Jux im Netz: Hoax sind gezielte Falschmeldungen, die Aufmerksamkeit erregen wollen. Warum man nicht jeden Scheiß teilen sollte.

Neues aus der Kuchentheke: Ihr würdet lieber in Würde verhungern, als bei der Bäckerei eures Vertrauens einen ‚Schokoladen-Wuppi‘ zu bestellen? Die taz-Kolumnistin Susanne Fischer setzt an zum Abgesang auf „Wörter, die einfach ekelig sind