Aufgelesen am 28.11.

Die Richter befanden: Eva Herman hat sich unmissverständlich ausgedrückt. Foto: Medienbüro Hamburg (Wikimedia Creative Commons)

Wenn wir so durchs finstere Web strauchen, schlagen sich uns manche Headlines wie Dornen in den Kopf. Von manchen hat man länger was, denn die gehen wie ein Viervierteltakt ganz tief rein in die Gedanken. An diesen Links ist die Redaktion diese Woche hängen geblieben:

Die 68er sind an allem Schuld: Eva Herman, ehemalige Tagesschausprecherin und Anhängerin des Mutterbilds von 1933, ist mit ihrer Verfassungsbeschwerde gescheitert. Die Richter des Bundesverfassungsgerichts sagen, der Gallionsfigur des verschwörungstheoretischen Kopp-Verlags sei “es nicht gelungen, sich unmissverständlich auszudrücken” und wiesen ihre Klage gegen das Hamburger Abendblatt ab. Mehr dazu auf Publikative.org

Menstruation ist Mensurneid“, sagt die Burschenschaft Teutonia Wien. Der Rest der Burschenschaften versucht sich noch weiter rechts zu blamieren. Publikative berichtet von weiteren Tiefpunkten des außerordentlichen Treffens des kooperationsstudentischen Dachverbands in Stuttgart-Untertürkheim.

Der Nazi, die Polizei und die WAZ: Bo-Alternativ über die irreführende Berichterstattung über den Eierwerfer von Langendreer, nach dem nie gefahndet wurde.

Warum differenzieren, wenn noch so viele Klischees vom vergangenen Wochenende übrig sind? Die Bundeszentrale für Politische Bildung versucht, Extremismus zu erklären und blamiert sich pünktlich zu ihrem 60. Geburtstag mit einem besonders peinlichen Video. Wir haben das mittlerweile gelöschte Video nochmal für euch ausgegraben.

Die Kirchen und Kreuz.net: Ein Priester des Bistums Mainz hatte laut taz Kontakt zu den Betreibern von Kreuz.net und schickte ihnen sogar Texte. Konsequenzen wird das nicht haben. Das Portal hatte zuletzt anlässlich des Todes von Dirk Bach mit Hass- und Hetzbeiträgen gegen Homosexuelle für eine Debatte gesorgt. Die Kirche gab zuvor an, nichts mit der Website zu tun zu haben.