Aufgelesen: 28.12.2012

Will Deutschland jetzt selber abschaffen: Thilo Sarrazin (Foto: FlickR, xtranews.de CC by 2.0)

Will Deutschland jetzt selber abschaffen: Thilo Sarrazin (Foto: FlickR, xtranews.de CC by 2.0)

Aufgelesen – Die spannendsten Artikel des Tages aus völlig subjektiver Sicht. Heute mit Journalist*innen als Maria und Josef, Verschwörungstheoretikern als Hilfspolizisten, und Thilo Sarrazin als Karrikatur seiner selbst.

Nachdem sich zwei Zeit-Journalist*innen letztes Jahr als Obdachlose ausgegeben hatten und in einem reichen Viertel im Taunus erfolglos nach Hilfe suchten, wiederholten sie das Spiel dieses Jahr in Berlin-Neukölln.  Der Bloggerin Nadja Shehadeh kritisiert das als “Overacting Armut”.

Die Ruhrnachrichten berichten über NRW-Justizminister Kutschaty (SPD), der sich als harter Hund profiliert und vielfältigere Bestrafungsmöglichkeiten fordert.

Kutschatys Parteigenosse Thilo Sarrazin ist da natürlich schon einen Schritt weiter: Im Onlinemagazin Carta wird eine Begegnung mit Thilo Sarrazin geschildert, der unter anderem fordert, für Migrant*innen in Deutschland sollten keine Menschenrechte, sondern das Gesetz des Heimatlandes gelten. Äh, ja genau…

Es geht sogar noch eine Spur grotesker. Wie die taz berichtet, wurde ein Gerichtsvollzieher von 15 Männern in blauen Fantasieuniformen “festgenommen”, als er eine Forderung zwangsvollstrecken wollte. Diese stehen offenbar den sogenannten Reichsbürgern nah und erkennen die BRD nicht an. Ausführlich und mit vielen Links auch bei Berlin rechtsaußen.

Wer glaubt, dass es absurder nicht mehr geht, kann sich ja noch diese Version von “Oh Tannenbaum” anhören, aber damit ist auch das Ende der Fahnenstange erreicht.