Das Ende der Tauben!

Ekelbaron-294x300Als Noah einst die Sintflut durchschiffte, schickte er zunächst einen glücklosen Raben auf die Suche nach Festland, dann eine Taube, die nach dem ersten Mißerfolg schließlich doch noch mit einem Ölblatt im Munde zurückkehrte und das glückliche Ende der Irrfahrt anzeigte. Die Taube verheißt den Frieden und es stimmt wenig optimistisch, dass der Oberste Hirte der Katholischen Kirche jüngst zwei weiße Tauben in den Tod werfen ließ.

Jeder Frieden ist fragil, die weiße Farbe der Vögel zeigt Unschuld und Verletzbarkeit des Friedens im Angesicht der schieren Gewalt. Was aber zu fragen bleibt, ist wessen Frieden hier gleich doppelt scheiterte, und welche Gewalt ihn zu Fall brachte. Naheliegenderweise wird nun der Teufel hinter den Angriffen vermutet, doch viel mehr hätte der Vatikan doch wohl die umgekehrte Deutung zu fürchten. Hat am Ende nicht gerade Gott das Opfer von Fußliebhaber Franz verschmäht und der Kirche nun endgültig seine Gunst entzogen?

Noahs Taube hatte einst die Kraft und die Zielstrebigkeit, den Menschen Hoffnung zu geben. Auf jene Abziehbilder von Tauben, die der Papst auf den Himmel losließ, würde hingegen niemand mehr seine Hoffnung setzen. Ebenso ohnmächtig und künstlich wirken heute die Friedensversprechen der bürgerlichen Demokratie und gleichsam plötzlich wird ihr Frieden bald im Namen Gottes fallen.

Hochachtungsvoll,
Friedrich von Einhalt