Noch bis Freitag Wahl

Foto: aGro

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Wie gering Wahlbeteiligungen sein können, war bei der vergangenen Kommunalwahl und den darauf folgenden Stichwahlen gut zu sehen. Doch wer glaubt, es sei bereits eine niedrige Wahlbeteiligung, wenn weniger als die Hälfte aller Wahlberechtigten wählt, wird bei den Wahlen zum Studierendenparlament regelmäßig eines Besseren belehrt: Bei der letzten StuPa-Wahl stimmten gerade einmal 3,9 Prozent der Studierenden der Universität Duisburg-Essen über die studentische Selbstverwaltung ab.

Der amtierende AStA aus Grüner Hochschulgruppe und Linke Liste hat sich zum Ziel gesetzt, die Wahlbeteiligung deutlich zu erhöhen: „Wir hoffen, dass in diesem Jahr die Listen auf den beiden Campi präsenter sind als im letzten Jahr, gleichzeitig sehen wir es aber auch als unsere Aufgabe an, die Studierendenschaft so breit wie möglich über die Wahl zu informieren“, erklärt Daniel Lucas, Referent für Hochschulpolitik. Und wie sieht das konkret aus? Im Internet ist ein Video zu sehen, in dem erklärt wird, wie das Studierendenparlament gewählt wird und was dieses mit dem AStA zu tun hat. Eine Wahlbroschüre und eine Plakataktion sollen noch einmal möglichst viele Studierende bewegen, ihre Stimme in dieser Woche abzugeben. Bei Facebook stellte der AStA auf seiner Seite noch einmal alle kandidierenden Listen vor.

So wird gewählt

Neben der Erststimme für eine der antretenden Listen kann mit der Zweitstimme für ein*e Kandidat*in gewählt werden. Diese zwei Stimmen, die noch bis zum Freitag dieser Woche abgegeben werden können, entscheiden über die Sitzverteilung im Studierendenparlament. Dieses wiederum wählt dann einen AStA, eine Art Regierung im Kleinen. Er führt die vom StuPa erteilten Aufgaben aus und unterteilt sich in mehrere Referate. Während der einjährigen Legislaturperiode wird der AStA durch das Studierendenparlament kontrolliert.

Jana Herrmann ist stellvertretende Sprecherin des Wahlausschusses. Sie und sieben weitere Studierende kümmern sich seit Wochen in dem Ausschuss um den geordneten Ablauf der Wahl. Sie müssen sicherstellen, dass die Wahl frei, geheim, unmittelbar, allgemein und gleich erfolgen kann. „Unsere Aufgaben reichen vom organisatorischen Teil, wie die Urnen und Wahlhelfer*innen zu organisieren, bis hin zu dem Barcode-System“, berichtet sie. Mit diesem System wird sichergestellt, dass sich nur die offiziell ausgegeben Stimmzettel auch in den Wahlurnen wiederfinden. Natürlich wird bei der Ausgabe der Stimmzettel geschaut, ob die Wähler*innen auch an der Uni Duisburg-Essen eingeschrieben sind sie auch noch nicht gewählt haben. Mit dem Barcode auf dem Zettel wird nachgehalten, dass dieser Zettel ausgegeben wurde. Nach der Wahl überprüft dann ein Computer, ob jeder der abgegebenen Stimmzettel auch offiziell ausgegeben wurde.

An den Urnen selbst, von denen vier am Duisburger und sechs am Essener Campus stehen, sind jeweils drei Wahlhelfer*innen anwesend. Für die Wahlhelfer*innen konnten die Listen Vorschläge machen, letztlich konnte sich jedoch jeder bewerben und die Plätze wurden verlost. „Ungefähr 50 Wahlhelfer*innen sind in der Woche im Einsatz“, so Jana Herrmann. Diese erhalten für einen Tag und für die Stimmauszählung am Freitag Abend je 60 Euro.

Gewählt wird übrigens auch das Wahlfrauengremium. Hier sind von vier Statusgruppen jeweils vier Vertreterinnen dabei: Von den Studentinnen, den Professorinnen, den wissenschaftlichen und den nichtwissenschaftlichen Mitarbeiterinnen. Das Gremium schlägt dem Senat die Kandidatin für die Gleichstellungsbeauftragte vor und bestätigt die studentische Gleichstellungsbeauftragte. Wahlberechtigt sind alle eingeschriebenen Studentinnen.

Die Wahllokale auf einen Blick

Am Campus Essen:

– Foyer der Hauptmensa
– Eingangsbereich R12
– Eingangsbereich der Bibliothek
– Hörsaalzentrum S05
– Audimax Essen
– Foyer Audimax/Bibliothek am Klinikum

Am Campus Duisburg:

– LB-Gebäude
– MM-Gebäude
– LA-Gebäude
– BA-Gebäude

Wählen könnt ihr immer von 10-16 Uhr.