Hurra, Hurra, die Uni brennt…

Opfer der Flammen: das LF-Gebäude (Foto: fro)

Opfer der Flammen: das LF-Gebäude (Foto: fro)

Das Feuer im LF-Gebäude der Gesellschaftswissenschaften am Duisburger Campus hat große Schäden angerichtet. Einige Räume können auch zwei Wochen später noch nicht betreten werden. Mittlerweile ist jedoch eins klar: Es war Brandstiftung. 

Auch wenn die Pressestelle der Duisburger Polizei über neue Ermittlungsstände noch schweigt, kursieren bereits einige – teilweise absurde – Theorien über mögliche Täter*innen. Manche Dozierende munkeln schon, ob nicht möglicherweise Studierende dahinter stecken. Immerhin käme es des Öfteren vor, dass jemand die Hausarbeit nicht zum festgelegten Abgabedatum einreicht. Praktisch wäre es da ja, wenn plötzlich sämtliche Hausarbeiten verbrannt sind und es keine Beweise mehr gibt, dass die Arbeit nicht abgegeben wurde. Andere glauben, dass der Brand wegen einer ins Innere des Gebäudes verlegten Grillparty entstand – warum aber ausgerechnet der Putzmittelraum als Ort zum Feiern ausgewählt worden sein sollte, überließ der Verbreiter dieser Theorie dann der Kreativität jedes/r Einzelnen.

Auf die Spitze der Absurdität treibt es ein Kommilitone, der hinter dem Brand eine große Verschwörung zu entdecken glaubt: Eine geheime Institution habe es auf einen Dozenten mit brisanten Infos abgesehen. Der Brand, der auf der Etage des Dozenten gelegt wurde, sei eine Einschüchterungstaktik. Weitere Argumente, um seine Theorie zu untermauern möchte der Studierende nicht anführen. Verständlich – wer will schon Gefahr laufen, ebenfalls Opfer einer solchen Verschwörung zu werden?

Schäden noch lange spürbar

Auch wenn man bezweifeln kann, dass eine dieser Theorien zutrifft, steht fest, dass der Gebäudetrakt für die kommenden Wochen und Monate nur mit Einschränkungen zu betreten sein wird: Das Haupttreppenhaus ist für sechs Wochen nicht benutzbar. Die Rauchentwicklung war extrem massiv, sodass die Feuerwehr die Räume lange entrauchen musste. Von einem Glück im Unglück spricht Frederik Walter vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), der sich in einer Pressemittleitung zu dem Vorfall äußerte. Dennoch: „Auch wenn es vielleicht nur ein schwacher Trost ist angesichts der großen Schäden, so können wir doch sagen, dass der bauliche Brandschutz, etwa das automatische Schließen der notwendigen Türen, verlässlich funktioniert und die Brandausbreitung verhindert hat.“