Web 0.2

8-seitenDie Internetseiten von AStA und Studierendenparlament sind in Sachen Grafik und Bedienbarkeit unterirdisch. Doch unter den hochschulpolitischen Listen, die in Duisburg und Essen derzeit ihren Wahlkampf beginnen, ist anscheinend keine einzige, die in diesem Punkt Handlungsbedarf sieht. Dabei wäre das doch mal ein umsetzbares Wahlversprechen, mit dem sich die Wahrnehmung der studentischen Gremien leicht verbessern ließe. Ein Kommentar von Alex Grossert.

Während das Design der AStA-Seite noch kein volles Jahr alt ist, stammt die Website des Studierendenparlaments noch aus den Nuller-Jahren. Der damals RCDS-geführte AStA hatte die Firma „SystemsEngineer“ beauftragt, diese zu gestalten. Der im Impressum angegebene Link zur Firmenseite funktioniert mittlerweile nicht mehr. Das Ergebnis war durchaus auf der Höhe des damaligen Webdesigns, aber eine starre unflexible Kopfgeburt, die weder für Parlamentarier*innen, noch für interessierte Studierende zweckmäßig war. Neben großformatigen Fotos von Models, die Studierende beim studieren darstellen sollen, findet man veraltete Links und überflüssige Menüleisten. So gibt es hier etwa noch das Autonome Sportreferat, das vor Jahren abgeschafft wurde und der Link zum Referat für Schwule, Bisexuelle, Lesben und ihre Freund*innen (SchwuBiLe) führt auf eine mysteriöse Seite mit japanischen Schriftzeichen.

Die Startseite hat drei Menüs. Auf der linken Seite geht es zu Präsidium und Ausschüssen, oben zu Fachschaften, Autonomen Referaten und Downloads. Ganz oben, mitten im Weißraum, sind dann noch die Ruinen eines dritten Menüs zu erkennen, von dem nur das Impressum und der Link zum AStA der Witterung trotzen konnten.

Aber wer das schon unübersichtlich findet, kennt wohl die Seite des AStA noch nicht. Anstelle von Studi Darsteller*innen soll hier ein gelb-orangenes Foto vom Campus Essen als Hintergrundbild für Auflockerung sorgen. Davor quetschen drei Spalten, die auf dem Großbildfernseher vielleicht hübsch sind, auf allen anderen Bildschirmen den Text so eng zusammen quetschen, dass nur zwei bis drei Wörter in eine Zeile passen. Rechts daneben ist trotzdem noch Platz für sämtliche Gratis-Widgets, die sich für ein WordPress-Blog so finden: Schlagwortwolke,Veranstaltungskalender, neueste Beiträge und das Ganze nochmal nach Kategorien gegliedert. Immerhin: Sobald man die obere Menüleiste entdeckt hat, findet man dort sehr schnell die gesuchten Stellen. Hätte man das ganze Geblinke darunter nicht einfach weglassen können? Besonders viele Termine und Neuigkeiten findet man über das zweite Menü nämlich auch nicht.

Wer jetzt glaubt, hier würde nur herumgemeckert, um Einfluss auf die Wahlen zu nehmen, irrt sich. Über Layout diskutieren wir in der Redaktion nämlich schon länger, weil sich zumindest an unserem Layout nächste Woche so einiges ändern wird. Ihr könnt dann gerne auch alle meckern.