Kurzgefasst: CIA trifft auf Folkwang

Symbolbild. (Foto: Pixabay.com/Ajale/CC0 Public Domain)

Das Kasseler Brachland-Ensemble hat sich künstlerisch mit dem 600 Seiten langen Folterbericht der CIA auseinandergesetzt In Zusammenarbeit mit Amnesty International wurde ein Live-Hörspiel inszeniert. Dabei vertonen drei Sprecher*innen mit Hilfe weniger Requisiten den Text, der teilweise in Dialoge umgeschrieben wurde. Besonders im Hinblick auf die zunehmende terroristische Gefahr in Europa fragt sich das Ensemble: Werden europäische Regierungen besonnener sein als US-Präsident Donald Trump, der sich für die Wiedereinführung der Folter stark macht?

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 trafen die USA mit voller Wucht. Die unmittelbare Reaktion der damaligen US-Regierung unter George W. Bush, die Kampfansage gegen den internationalen Terrorismus und die Kriege im Irak und in Afghanistan, waren jedoch nur Teilaspekte der Auswirkungen. Zur Prävention weiterer Anschläge entwickelte der US-Geheimdienst CIA erweiterte, gewalttätige und rechtswidrige Vernehmungsmethoden, um verdächtige Terrorist*innen zum Reden zu bringen. Dabei war Waterboarding eine der häufigsten Foltermethoden. 2014 erschien ein Folterreport der CIA, der Einblick in die menschenrechtsverletzenden Methoden des Geheimdienstes und das Scheitern der US-amerikanischen Bürokratie gab.

Am 29. April ist Ready for boarding an der Folkwang-Universität der Künste in Essen-Werden zu Gast. Los geht es um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.