Kurzgefasst: Gegen Studiengebühren auf die Straße

Am Sonntag wollen Studierende für bessere Bildung und gegen Studiengebühren in Düsseldorf auf die Straße gehen (Foto: Benjamin Krüger/flickr.com/CCBY2.0)

Soll ihre Bildung von den Studierenden bezahlt werden oder nicht? Die FDP in NRW sagt: Ja. Sie nennt das Konzept zum alten Thema „nachgelagerte Studiengebühren“ und fordert: Nach dem Studium sollen Absolvent*innen 500 Euro pro Semester einkommensabhängig zurückzahlen. Auch Armin Laschet von der NRW-CDU hatte zwischenzeitlich wieder die Campus-Maut befürwortet. Gegner*innen der Pläne monieren Hemmnisse, ein Studium aufzunehmen, wenn dafür Schulden gemacht werden müssen und dass Bildung keine Ware sein darf.

Eine Woche vor den Landtagswahlen in NRW am 14. Mai wird deswegen in Düsseldorf wieder gegen Studiengebühren demonstriert. Initiiert von der Grünen Hochschulgruppe der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben sich mittlerweile die ASten der UDE, der Hochschule Niederrhein, der Hochschule Rhein-Waal, der Ruhr-Universität Bochum und das Landes-ASten-Treffen NRW dem Aufruf angeschlossen und rufen an die Plakate und Banner.

Abgeschafft wurden die Studiengebühren in NRW von der rot-grünen Koalition im Jahr 2011 – allerdings erst nach breiten Protesten und Universitätsbesetzungen im Rahmen des Bildungsstreiks. Auch heute finden die Demo-Organisator*innen: „Als Studierende wollen wir keine weiteren Zugangshemmnisse zu Bildung aufbauen und deshalb eine Woche vor der Landtagswahl ein klares Zeichen für freie Bildung und gegen Bildungsbarrieren und Studiengebühren setzen“, so der Aufruf.

Wann? Am 7. Mai, 12 Uhr.
Wo? DGB-Haus Düsseldorf,
Friedrich-Ebert-Straße 34.
Wo lang? Zwischenkundgebung: Graf-Adolf-Platz. Ende: Landtag Düsseldorf.