Kurzgefasst: Mut zum Bruch mit Standards

Am Donnerstag, 11. Mai starten die internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen. (Foto: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, CC BY-SA 4.0)

Die Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen gehen in diesem Jahr zum 63. Mal über die Bühne. Das Festival gilt weltweit als das älteste seiner Art und ist in der Filmbranche seit jeher renommiert. Es ist die größte internationale Plattform für Filme dieser Kategorie. Als Kurzfilme werden Werke gehandelt, die höchstens 45 Minuten lang sind. Vom 11. bis 16 Mai werden in Oberhausen 499 Kurzfilm aus 58 verschiedenen Ländern vorgestellt. Aus knapp 7.000 Einreichungen konkurrieren wiederum 148 Filme in insgesamt fünf Wettbewerben. Eine bedeutsame Neuerung beim Internationalen Wettbewerb war dabei, dass die Einreichung der Filme zum Wettbewerb erstmals auch per Links möglich war. Dadurch habe es einen Zulauf von 25 Prozent gegeben – vor allem aus Lateinamerika und Afrika. Die Filme, die die Jury überzeugen, werden mit erheblichen Geldsummen dotiert. Insgesamt sind 42.000 Euro während der Festivalwoche zu vergeben.

Geleitet werden die Kurzfilmtage zum 20. Mal von Lars Henrik Graas. Dieser deutete gegenüber der WAZ an wie kritisch er gegenüber der Entwicklung an Filmhochschulen stehe: Es sei „bedenklich“, wie sehr die Hochschulen inzwischen ihre Studierenden auf „standardisierte Formate“ trimmten. Allem voran geht es daher um künstlerische Vielfältigkeit: Von Dokumentarfilmen, über klassische Spielfilme bis hin zu experimentellen Produktionen soll eine breite Auswahl an Formen den Zuschauenden geboten werden.

Wann? Vom 11. bis 16. Mai
Wo? In diversen Kinos in Oberhausen
Wie viel? Einzeltickets 7,50 Euro (erm. 6 Euro), 6er Karte 38 Euro (erm. 30 Euro ) und Festivalpass 90 Euro (erm. 70 Euro)