Nimm das, Takeshi!

Station Nummer eins bei Takeshi – noch das Wohlfühlprogramm des Fachschaften-Parcours (Foto: mac)

Wir haben’s getan – wir haben‘s geschafft. Was wir getan haben? Die akduell hat Takeshi bezwungen! Neben uns noch andere Teams und insgesamt fast 40 Einzelkämpfer*innen. Auch wenn am Ende des Hindernisparcours ein ausgelaugter und mit dem ein oder anderen blauen Fleck überzogener Körper steht und der Schutzhelm war auch nicht nur zur Zierde dabei.

Ich halte mich für einen halbwegs passablen Sportler. Klar, mit Sportstudierenden mithalten, davon bin ich weit entfernt. Aber grundsätzliches Ballgefühl und Ausdauer für eine Stunde joggen sind zumindest vorhanden. Geholfen hat mir das bei Takeshis Fachschaften allerdings recht wenig. Und das lag vor allem an meiner wirklich miserablen Feinmotorik. Auch das Bier im Vorfeld hat auch wenig zur Verbesserung beigetragen.

Dabei ging es noch recht harmlos mit dem Hüpfburgenparcours los. Da ich vorher schon andere Teilnehmende beobachtet hatte und auch unsere Redakteurin Maren sich in gekonnter Einzelkämpferinnenmanier durch die gummierten Barrikaden geschlängelt hat, war das erste Hindernis auch von mir schnell überwunden.

Danach ging es in ein Planschbecken, in dem eine Murmel aus dem Wasser geholt werden sollte. Bei meiner Startnummer 77 konnte von klarem Wasser allerdings keine Rede mehr sein. Fischen im Trüben also. Dass dabei noch die umherstehenden „Helfer*innen“ Salven aus Wasserpistolen abfeuerten und nicht müde wurden, mein Outfit durch das Werfen von Mehl und Konfetti aufzupeppen, half mir beim Bestehen der weiteren Herausforderung wenig.

Und ein Ende der Demütigung ist noch lange nicht in Sicht. Zu Konfetti und Mehl gesellte sich an Station drei noch eine gehörige Portion Schlamm, durch den ich kriechen musste, sowie etwas Seife an der Rutschplane von Station vier. Danach dann der Tiefpunkt meiner Performance. Wenig erfolgreich versuchte ich mich durch ein Gewirr aus Schnüren zu winden. Von außen sah es vermutlich aus wie ein hilfloser Käfer in einem Spinnennetz. Irgendwie konnte ich mich aber doch befreien, um dann auf einer Slagline entlang zu robben. Hätte ich damals zur Musterung beim Wehrdienst gemusst – dieses Schauspiel hätte sicherlich zu einer Instant-Ausmusterung geführt.

Danach wurde es dann richtig schmerzhaft. Während des Balancierens über Holzlatten warfen die wieder äußerst freundlichen „Helfer*innen“ mit wassergetränkten Softbällen. Wobei das Wort „Soft“ hier sehr irreführend ist. Weich war an den nassen Bällen nämlich wenig – sie hätten auch gleich mit Bowlingkugeln werfen können. Etwas benommen schleppte ich mich die letzte Anhöhe hinauf, bevor es ins Ziel ging. Meine Zeit? Die Top-Zeit von Mattes vom Team HansWurst liegt bei unter 1.50 Minuten. Nah dran bin ich nicht.

Während die Mischung aus Seife, Mehl, Matsch und Konfetti auf meinem Shirt langsam zu einer bunten Kruste trocknete, stellte sich noch akduell-Redaktuerin Lea dem Parcours. Und sie ist deutlich näher an der Top-Zeit dran. Trotzdem stand unser akduell-Team am Ende nicht oben auf dem Siegertreppchen. Eine erste Ursachenforschung ergab: Zu viel Training, zu wenig Bier. Bestes Team wird am Ende CastleCrusher, die im Schnitt etwas mehr als zwei Minuten gebraucht haben.

Trotz bestem Wetter hatten sich lediglich sieben Teams der Herausforderung gestellt. Für uns natürlich gut, da unser Top-Ten Platz damit schon im Vorfeld gesichert war. Dennoch ein wenig schade, da mit mehr Teams sicherlich auch mehr Rivalität einhergegangen wäre. So war die Runde am Getränkestand doch recht klein. Die geringen Anmeldezahlen führt Constanze Becker vom Autonomen Fachschaftenreferat auf geringe Werbung für die Veranstaltung zurück. „Allerdings gab es auch einige Spontananmeldungen, was ein schönes Feedback war“, freut sie sich aber und kündigt an: „Alles im allen steht einem Takeshis 3.0 nichts im Weg, sofern dies gewünscht wird.“