Der Duisterwald ruft!

Am 7. Juli verwandelt sich der Duisburger Campus beim Campusfest in einen Märchenwald. (Foto: Jonas Heidebrecht)

Ganz märchenhaft soll es in diesem Jahr beim Campusfest der UDE zugehen: Am Freitag, 7. Juli, verwandelt sich der Parkplatz hinter dem Duisburger Campus in den Duisterwald. Inmitten dieses Märchenwaldes soll ein Schloss stehen, aber auch eine Drachenhöhle für die ganz Mutigen. Und Zwischendurch und Mittendrin: Ganz viel Musik.

„Es war einmal ein verwunschener Wald, der entführte jeden, der ihn besuchte, in eine märchenhafte Welt…“, so heißt es in der offiziellen Pressemitteilung des AStAs über das Campusfest. „Die Lehrenden und Lernenden nahe des Waldes sahen voller Frohmut dem Tag des musikalischen Zaubers entgegen. Denn jedes Jahr aufs Neue haben an diesem Tag die Arbeit und das Studium stillzustehen.“ Moment. Heißt das keine Uni am Freitag? Das bleibt leider eine märchenhafte Vorstellung.

Auf ins Schloss!

Doch auch wer erst abends den Märchenwald betreten kann, soll nicht leer ausgehen. Auf zwei Stages, themengetreu „Märchenschloss“ und „Drachenhöhle“ genannt, wird es von 14 bis 23 Uhr Programm geben. Da sich der AStA der UDE erst im Januar neu konstituiert hatte (akduell berichtete), sei das Planungsfenster für das Campusfest dementsprechend eng gewesen, so Presse und Öffentlichkeitsarbeitsreferent Jan Skrynecki (Unabhängige Demokraten). „Bevor es zu der Namenswahl kam, wollten wir erst ein Datum finden“, sagt er im Auftrag des Kulturreferats. Letzteres ist maßgeblich an der Planung und Umsetzung des Campusfests beteiligt. „Wir kamen schlussendlich auf das Datum des 7. Juli. Im selben Atemzug kam uns das Märchen-Design in den Kopf“, führt Skrynecki aus. Die Zahl sieben taucht immer wieder in Märchen auf, wie beispielsweise bei Schneewittchen und die sieben Zwerge oder Der Wolf und die sieben Geißlein. Der 7.7.2017 – perfekt also für das Märchenwaldthema. „Der Titel und Name war für uns dann offensichtlich. Eine Mischung aus Duisburg und Märchenwald musste her: Es war einmal im Duisterwald“, so Skreynecki. Die Bands, die beim diesjährigen Campusfest auftreten sollen, mussten ebenfalls unter Zeitdruck gefunden werden. „Wir haben viele Bands angefragt, haben aber auch viele Absagen bekommen“, meint Skrynecki. Schlussendlich sei das Lineup nun aus Email-Wünschen der Studierenden und persönlichen Verbindungen zu bestimmten  Bands entstanden. „Viele Gruppen haben sich aber auch bei uns beworben“, so der AStA-Referent. Herausgekommen ist ein Mix aus bekannteren und unbekannteren Bands. Den Auftakt machen jeweils um 14 Uhr die Pop-Gruppe Banda Senderos im Märchenschloss und der Duisburger Rapper Marius Fuhrmann alias Yellowsubmarius in der Drachenhöhle.

Märchenhafte Rockmelodien für lau

Die anscheinend bekannteste Musikgruppe ist die Melodic-Hardcore-Band Alazka aus Recklinghausen. Sie haben bereits über 60.000 Fans auf Facebook und sind sozusagen der Headliner des Duisterwaldes. Von 22 bis 23 Uhr sollen sie am Freitag das Märchenschloss rocken. Von Reggae, über Rap bis Hardrock sind so ziemlich alle Musikgenres vertreten. Und dabei bleibt es gleichzeitig sehr regional: Beinahe alle Bands kommen aus dem Ruhrgebiet oder sind im Ruhrgebiet ansässig. Was etwas negativ auffällt: alle teilnehmenden Künstler sind männlich, keine einzige Künstlerin wird auf der Bühne zu sehen sein. Der Pluspunkt beim UDE-Campusfest im Vergleich zu denen an anderen Unis: Es ist und bleibt umsonst. Das Öffentlichkeitsreferat hofft, dass abgesehen davon auch andere Faktoren die Studierenden anziehen werden. „Die Zuschauerzahl ist natürlich immer abhängig vom Wetter, da es eine Open Air-Veranstaltung ist“, sagt Skrynecki. „Auf Facebook haben wir eine Woche vor dem Campusfest gut 1.200 Interessierte und 250 Zusagen, mehr als im letzten Jahr“, so der Referent weiter. Man sei außerdem guter Dinge, dass das Campusfest nicht „ins Wasser fallen“ werde. Finanziell sei man unterhalb des im Haushaltsplan angesetzten Budgets geblieben. „Gerade im Bereich der Künstler*innen haben wir jedoch im Verhältnis zum letzten Campusfest mehr ausgegeben. Das liegt unter anderem auch daran, dass wir Walk-Acts auf dem Campus haben werden“, erläutert AStA-Referent Skrynecki. Zusätzlich zum musikalischen Programm wird es Stände geben, an denen Essen und Getränke verkauft werden sollen. Wie der Duisburger Campus in Märchenwald-Manier aussehen wird, will der AStA noch nicht vollständig verraten, Skrynecki verspricht aber: „Eines ist sicher: Das grüne Duisburg bietet viel Potenzial für Assoziationen mit einem Märchenwald. Lasst Euch überraschen!“. [rat]

Das genaue Lineup, sowie Spielorte und Zeiten findet ihr bei der Facebookveranstaltung des Campusfestes oder auf der Website des AStAs der UDE.