Internationale Liste wehrt sich

Die Internationale Liste wehrt sich gegen die Vorwürfe. (Foto: fro)

Bereits vergangene Woche hat sich die Internationale Liste (IL) mit einem Statement zu den anhaltenden Antisemitismusvorwürfen Stellung bezogen. Darin heißt es, dass Referent*innen der Liste schon im Wahlkampf zum Studierendenparlament diskriminiert worden wären und bis heute Drohungen über soziale Netzwerke erhielten. Die IL äußerte sich auch zu der umstrittenen Veranstaltung „Zur aktuellen politischen Lage in Israel und Palästina” und kritisierte das Verhalten der AStA-tragenden Listen. Im Statement heißt es: „Kritik von den Koalitionslisten gab es nicht, noch das nötige Engagement bei den Planungen mitzumachen war vorhanden. Dass nun alle im AStA vertretenen Listen meinen, sie könnten oder müssten sich wenige Tage vor der Veranstaltung von der kompletten Veranstaltung distanzieren ist lächerlich!“ Des Weiteren wurde angeprangert , dass die Veranstaltung eine des Referates für Hochschulpolitik war, wo schließlich auch Referent*innen der LHG und der Antihelden vertreten waren. Katharina Herbrich (Antihelden) verwies gleichzeitig aber darauf, dass ein IL-Referent die Planung der Veranstaltung übernommen und die Kolleg*innen nicht über die eingeladenen Personen informiert hätte.

Die IL sehe sich in der Aufgabe, die „rassistischen Tendenzen an unserer Universität [zu] bekämpfen“ und erhebt gegen die anderen Listen den Vorwurf, eben solche zu besitzen. „Es ist schon verrückt, dass erst durch unser Beitreten in den AStA und der Versuch Rassismus zu entlarven, die rassistischen Tendenzen aller Listen zum
Vorschein treten lassen hat.“, so die Liste in dem Statement. Abschließend kündigt die IL an, weiterhin Veranstaltungen organisieren zu wollen.

Auf der vergangenen Sitzung des Studierendenparlaments (StuPa) war die Nahost-Veranstaltung währenddessen
erneut Diskussionsthema. Während Bendahou beteuerte, es wäre keine Hetze betrieben worden und sich dessen jeder in dem Videomitschnitt auf Youtube überzeugen könne, wehrte sich Dominik Büddeker (LHG), es sei eine Unterstellung, dass sich andere keine Meinung vorher gebildet hätten. Der folgende Beschluss soll die eindeutige Positionierung des StuPas kennzeichnen: “Das StuPa kritisiert den AStA dafür, die Veranstaltung ‘Zur aktuellen und politischen Lage in Palästina und Israel’ durchgeführt zu haben. Das StuPa stellt fest, dass die Veranstaltung gegen den Willen der Studierendenschaft durchgeführt wurde.“