fzs will gerechtere Studienbedingungen

Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung beschäftigen den freien zusammenschluss von StudentInnenschaften. (Foto: fzs)

Der neue Vorstand des Freien Zusammenschlusses der Student*innenschaften (fzs) hat Anfang des Monats sein neues Amt angetreten. Nathalie Schäfer, Tobias Eisch, Konstantin Korn und Eva Gruse wollen für die organisierten Studierendenschaften im kommenden Jahr verschiedene thematische Schwerpunkte setzen. So soll neben dem „Vorgehen gegen diskriminierende Studiengebühren und dem Kampf gegen die Begrenzung des politischen Mandats der Student*innenvertretungen, die feministische, antifaschistische und sozialpolitische Arbeit in den Vordergrund gerückt werden“, heißt es in der Pressemitteilung des fzs. Kritisch will der Vorstand die Ministerkonferenz zu den Bologna-Reformen in Paris im Frühjahr 2018 begleiten und dort auch „die Reduktion von Zulassungshürden und sozialen Ausschlüssen im europäischen Hochschulraum auf die politische Agenda setzen.“

Thematisch passend dazu fordert der fzs zu den Bundestagswahlen eine „umfassende BAföG-Reform.“ Gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen veröffentlichte der fzs ein Positionspapier unter dem Slogan „Damit Bildung keine Frage des Geldbeutels ist“. Demnach sei der aktuelle BAföG-Satz „viel zu niedrig und deckt er kaum die Bedarfe der Studierenden.“ Auch die letzte Erhöhung habe daran nichts geändert. Das BAföG solle – zum Ausgleich der Kostensteigerung der letzten Jahre – um 6,5 Prozent erhöht werden, erklärt das Bündnis. Anschließend sollen Fördersätze „regelmäßig und automatisch an gestiegene Bedarfe und Lebenshaltungskosten von Studierenden angeglichen werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

Auch die Kopplung der BAföG-Bezüge entspreche längst nicht mehr der Lebensrealität, sagt Vorstandsmitglied Korn und erklärt: „Viele Studierende schließen ihr Studium nicht in Regelstudienzeit in den folgenden Semestern ab, eine entsprechende Verlängerung würde vielen helfen ihre Finanzierungslücke am Ende des Studiums zu schließen“. Zum Abbau von Studienhemnissen fordert das Bündnis einen Ausbau des Studien-BAföGs. Vorstandsmitglied Schäfer sagt: „Viele Studierende werden von der Vorstellung, einen Teil des BAföG zurückzahlen zu müssen, abgeschreckt. Studierende aus akademischen Haushalten sind hier besonders betroffen.“ Es solle in Zukunft vermehrt Vollzuschüsse ähnlich wie beim Schüler*innen-BAföG geben, um Kinder und Jugendliche aus Arbeiter*innen Haushalten zu fördern.