AStA-Topf neigt sich dem Ende zu

Immer noch eine kleine Runde: Die zehn AStA-Vertreter*innen tagten am Donnerstag in Duisburg. (Foto: fro)

Lange Debatten um die Verteilung von Geldern bestimmten die AStA-Sitzung am Donnerstag, 26. Oktober. Bereits 13.316 Euro der insgesamt 30.000 Euro für ein Haushaltsjahr wurden von der alten AStA-Koalition beschlossen. Bis zum 31. März muss die Studierendenvertretung mit dem restlichen Geld auskommen. Viele Anträge, die zuvor ans Studierendenparlament gerichtet worden waren, sollten nun vom AStA beschlossen werden.

Besonders kontrovers diskutierten die Referent*innen das finanzielle Loch, das bei den Fachschaften Maschinenbau und Informatik entstanden war. Da das Bundesministerium für Bildung und Forschung kurzfristig auf Nachfrage der Fachschaften die Förderung des European Mechanical Engineering Student Council Congress (EMESCC) und der Konferenz der Informatikfachschaften absagte, blieben sie auf einem Betrag von 10.000 Euro sitzen. Deshalb wandte sich Sven Unterberg mit der Bitte um Unterstützung an den AStA. Zwar könne die Fachschaft Maschinenbau den Betrag selbstständig begleichen, doch würde sie dann bis zum Ende des Haushaltsjahres keine Veranstaltungen mehr organisieren können. „Unsere Fachschaft wäre ein halbes Jahr lang lahmgelegt“, so Unterberg. Referent für Hochschulpolitik Christian Patz (listenlos) gab zu bedenken: „Entweder ist die Fachschaft oder der AStA zahlungsunfähig.“ Der Antrag wurde mit einer Enthaltung und neun Ja-Stimmen angenommen. Allerdings wolle man nun zuerst mit dem Studierendenparlament klären, ob das Geld aus einem anderen Haushaltstopf verwendet werden könnte – das würde den AStA-Topf für Veranstaltungen entlasten. Dies kann der AStA jedoch nicht selber entscheiden, da das Studierendenparlament die Haushaltshoheit besitzt.

Zudem beschloss der AStA unter anderem finanzielle Unterstützung von Vorträgen zur AfD sowie zum Prostituiertenschutzgesetz. Auch wurde dem Antrag des Internationalen Referats auf Vollfinanzierung bis zu 5.500 Euro eines Konzertes zugestimmt, das christliche, jüdische und islamische Musik zusammenbringen soll.

AStA-Vorsitzender Marcus Lamprecht zeigte sich zudem erfreut, dass das Kulturticket von den Studierenden gut angenommen werde. Zudem arbeite man daran, auch mit dem Theater am Marientor, der Philharmonie und dem Stadttheater in Duisburg zu kooperieren. Es sei möglich, dass zum Sommersemester 2018 das Kulturticket auch in Duisburg nutzbar sei.