Für nen Euro ins Theater

Studierende können nun im Aalto- und im Grillotheater sowie in der Philharmonie fast alle Veranstaltungen für einen Euro besuchen. (Foto: jamie.silva/flickr.com/CC BY-NC-ND 2.0)

Pünktlich zum Semesterstart hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Duisburg-Essen (UDE) das Kulturticket in Kooperation mit Theater und Philharmonie Essen (TuP) auf den Weg gebracht. Seit Montag, 9. Oktober, können alle Studierenden der UDE nach erfolgreich gestelltem Antrag für jeweils einen Euro nahezu alle Veranstaltungen im Aalto-Theater, Grillo-Theater und in der Philharmonie besuchen. „Uns liegt das Projekt sehr am Herzen, da wir mit der Kooperation allen Studierenden unabhängig von ihrer finanziellen Lage, die Möglichkeit bieten können, an dem kulturellen Leben in Essen teilzunehmen“, sagt die AStA-Vorsitzende Carlotta Kühnemann (Linke Liste). Auch Berger Bergmann, Geschäftsführer der TuP, begrüßt die Zusammenarbeit: „Wir wünschen uns, dass man als junger Mensch einfach mal den Weg ins Theater oder ins Konzert findet – spontan und ohne finanziellen Aufwand.“ Auf Facebook „Wow das ist aber cool!!“ oder „Klingt gut!“ – mit solchen und ähnlichen Aussagen kommentierten auch viele Studierende auf Facebook die Mitteilung des AStA zum Kulturticket.

Die sogenannte Theaterflatrate, wie es sie beispielsweise an der Ruhr-Universität Bochum seit einigen Jahren gibt, stand schon längere Zeit auf der Agenda des AStAs. Durch die personellen Wechsel innerhalb der Studierendenvertretung, einer permanenten Unterbesetzung sowie internen Diskrepanzen, fiel das Projekt jedoch mehr als einmal unter den Tisch. Um das Kulturticket zu erhalten, müssen UDE-Studierende lediglich einmalig einen Antrag ausfüllen, der auf der Seite der TuP runtergeladen werden kann, und diesen zusammen mit einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung bei der TUP einreichen. Ab sieben Tagen vor einer Veranstaltung können Studierende Eintrittskarten – jeweils eine pro Person – kaufen oder reservieren. Je nach Verfügbarkeit können Karten auch noch an der Abendkasse erworben werden. Dabei besteht jedoch kein Anspruch auf bestimmte Sitzplätze. Ausgeschlossen von der Flatrate sind Gastspiele, Fremdveranstaltungen, Sonderveranstaltungen sowie einige Konzerte der Philharmonie. Ein Wermutstropfen bleibt trotz aller Euphorie: Für die Theater in Duisburg gilt die Kooperation bisher nicht. Einen entsprechenden Kommentar eines Facebook-Users – „Jetzt fehlt nur noch Duisburg“ – kommentierte der AStA zumindest mit einem hoffnungsvollen: „Das finden wir auch!“