Quartier Nord feierlich eröffnet

Architektonisch einzigartig begrüßt einen das neuen Gebäude der Folkwang-Uni. (Fotos: seg)

Am Donnerstag, 26. Oktober, wurde mit dem Quartier Nord der Neubau für den Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste auf dem alten Materiallagerplatz der Zeche Zollverein eingeweiht. Bis zum 29. Oktober war die Öffentlichkeit eingeladen, bei einem abwechslungsreichen Programm das neue Gebäude zu entdecken. Von 12 bis 18 Uhr konnten Gäste am Eröffnungstag die beeindruckende Architektur sowie verschiedene Kunstprojekte bewundern. Genutzt wird der Neubau von Studierenden aus den Studiengängen Fotografie, Industrial Design, Kommunikationsdesign und Kunst- und Designwissenschaft.

Nicht nur das Programm fasziniert die Gäste. Der Neubau beeindruckt schon beim Betreten. Ein beleuchteter imposanter Treppenaufgang, der bis ins dritte Stockwerk führt, nimmt das gesamte Sichtfeld ein. Das ganze Gebäude wirkt mit seinen edlen dunkelgrauen Böden, Fensterfronten und technischer Ausstattung sehr modern. Alles ist sauber und glänzend, es riecht sogar noch neu. Die Seminarräume sind riesig und lichtdurchflutet. „Die meisten Gäste heute sind Studenten von hier“, erzählt Alex, selbst Studentin an der Folkwang. Die ausgestellten Projekte sind schließlich alle von hiesigen Studierenden. „Einige davon sind Abschlussprojekte, manche aber auch aktuell laufende Projekte“, ergänzt sie. Zum bunten Geschehen gehört unter anderem ein geführter Rundgang durch das Quartier Nord. Auf allen Stockwerken fasziniert die schiere Vielfalt der Ausstellung. Im Erdgeschoss findet sich eine Buchbinderei und Druckerei mit großen schweren Maschinen.

Spannendes Programm

Außerdem gibt es ein Advanced Technology Lab, in dem man kleine und große 3D-Drucker bestaunen kann. „3D-Drucker werden ja bereits vielfältig eingesetzt“, erklärt ein Student, „Deswegen lohnt sich das immer mehr. Wir stellen damit zum Beispiel Designmodelle, aber auch funktionale Gegenstände her“. Im ersten Stock werden unterschiedliche Controller für Spielkonsolen ausgestellt, die vor Ort ausprobiert werden können. Auch sie wurden in einem Stück ausgedruckt und sind voll funktionsfähig. An dieser Station versammeln sich gleich mehrere Interessierte und versuchen einen Blick auf den kleinen Bildschirm und die Controller zu erhaschen.

Darüber hinaus beschäftigen sich einige Projekte mit Möbel- und Miniaturdesign. Dazu gehören etwa Multifunktionsstühle, die vielfältig einsetzbar sind und kleine Modelle von Gebäuden. Fast jeder Seminarraum ist frei für die Gäste zugänglich. Darin finden sich die verschiedensten Kunstwerke und -experimente, einige zum Anfassen, einige zum Bitte-Nicht-Anfassen.

Gegen 17 Uhr tritt mit Tired Eyes Kingdom eine Band auf, die sich aus internationalen Studierenden der Folkwang zusammensetzt. Mitten in der zweiten Etage beschallen sie die Gäste mit ihrem jazzig-verträumten Sound. Im Anschluss an das offizielle Programm gibt es noch eine Feier des Fachbereichs Gestaltung. Dabei werden die Besucher*innen unter anderem durch eine multimediale Performance unterhalten. Gesang und Tanz eines Akteurs werden mit Lichteffekten der Absolventin Gloria begleitet, die parallel dazu malt. Danach tritt die Band Botticelli Baby auf und animiert das Publikum zum tanzen. Spätestens als echte Vinyl-Platten mit zünftiger 80er Jahre Musik aufgelegt werden, ist die Tanzfläche gut gefüllt. Alles in allem können die Veranstalter*innen mit dem Programm mehr als zufrieden sein.